Was ist eine Genossenschaft?

Genossenschaften sind weltweit vertreten und haben auch in Deutschland eine lange Tradition.

 

Grundprinzipien einer Genossenschaft sind:

• Selbsthilfe

• Selbstbestimmung

• Selbstverwaltung

• Selbstverantwortung

• Stimmengleichheit

 

Genossenschaftliches Wohnen ist neben dem Wohnen zur Miete und dem Wohneigentum die verbreitetste Wohnform. Erwirtschaftete Überschüsse dienen der Erhaltung und Modernisierung der Bestände und nicht der Bereicherung fremder Geldanleger.

Getreu dem Motto: „Allein wirtschaftspolitisch schwach – gemeinsam eine Wirtschaftsmacht“.

Basis gemeinschaftlichen Lebens

Solidarität und Mitbestimmung

Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Selbstverwaltung – das sind die Säulen, auf denen das genossenschaftliche Denken aufgebaut ist.

„Gemeinsam sind wir stark“ – nicht nur ein Slogan. Jedes Mitglied hat eine Stimme! Ein wichtiger Unterschied zum Aktionär: Nicht wer die meisten Anteile hat, sondern der, der abstimmt, hat das Sagen. Nutzen Sie die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, auf Probleme aufmerksam zu machen, Ideen einzubringen. Es macht Mut, sich um das Allgemeine zu kümmern. Es gibt Kraft, die Nachbarschaft zu pflegen. Wer sich um andere kümmert, ist selbst nicht allein. Es gibt Selbstvertrauen.

Die Mitglieder – wichtige Rädchen im Getriebe

Mitglieder

• sind Miteigentümer des Wohnungsunternehmens (Genossenschaftsanteile) und

• wählen alle fünf Jahre ihre Vertreter in die Vertreterversammlung.

 

Wer Mitglied wird, erwirbt Genossenschaftsanteile und partizipiert von den Vorteilen der Genossenschaft:

• lebenslanges Wohnrecht

• Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen

• Teilhabe an der direkten Basisdemokratie

Die Vertreter – Sprachrohr der Mitglieder

Zu den Organen der Genossenschaft gehören der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung. Die Vertreterversammlung ist das Parlament der Genossenschaft.

Sie entscheidet über

• die Satzung,

• die Verwendung von Gewinnen,

• die Feststellung des Jahresabschlusses,

• die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat,

• wichtige strategische Ausrichtungen der Genossenschaft.

 

Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat sind gegenüber den Vertretern in der Vertreterversammlung berichtspflichtig. Jeder Vertreter hat nicht nur eine Stimme zum Abgeben, sondern auch zum Reden, Beantragen, zum Gewinnen von Mehrheiten. Jeder Vertreter hat ein echtes Mitspracherecht in der Vertreterversammlung. Entscheidungen von Vertretern wirken sich direkt auf die Mitglieder aus.

Vertreter sind:

• Bindeglied zwischen Vorstand und Mitgliedern

• Vertrauensleute

Warum wählen?

Verantwortung und Mitbestimmung

Die Vertreter treten für die Rechte der Mitglieder der Genossenschaft ein. Sie wirken an allen strategischen Entscheidungen mit. Sie haben es also mit in der Hand, dass die Leistungen und Investitionen der Genossenschaft tatsächlich an den Bedürfnissen der Mitglieder ausgerichtet werden. Wählen heißt auch, Verantwortung für das Ganze zu übernehmen, denn Gleichgültigkeit bremst die Demokratie!