Wer Erfurter, kulturinteressiert und auch schon etwas älter ist, kennt das Erfurter Schauspielhaus noch von innen.

Gab es doch vielfältige Angebote für Abonnements in den Betrieben und Einrichtungen, so dass man sich zum Theaterabend mit Kollegen und Kolleginnen im feinen Zwirn in gewisser Regelmäßigkeit traf. Das 1897 errichtete Vereinshaus, in dem sich fortan gebildete und vermögende Bürger der Stadt trafen, wurde erst 1949 – also in schwerer Zeit – zum Neuen Theater umgebaut. Ab 1956 hieß es dann Schauspielhaus. Als 1997 das Opernhaus geschlossen wurde, war es das einzige Theater der Stadt. Das Schicksal des Schauspielhauses schien 2003 besiegelt, denn der Spielbetrieb wurde eingestellt. Viele Erfurter Bürger haben sich mit dieser Situation nicht abgefunden, die Aktivsten erstellten ein Konzept und gründeten 2016 eine Genossenschaft, die KulturQuartier Schauspielhaus eG iG. Der Plan war, das alte Gemäuer als Kulturquartier wieder zu beleben und zu betreiben. Inzwischen gibt es über 300 Mitglieder, die mit ihren Anteilen den Grundstock legten, dass die Stadt dem Projekt ihren Segen gab.

Unsere Mieter werden zu den ersten gehören, denen sich die Türen des Schauspielhauses wieder öffnen werden, noch ohne Vorstellung, aber beim Rundgang und einem Hauch Abenteuer werden sie sehen und vielleicht noch mehr erleben, dass es sich lohnt, ein bisschen irre zu sein, um Dinge zu ändern, die eigentlich schon festgeschrieben waren.

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich unter 03 61 / 74 72 20 1, oder über 
Jutta.Maisel​(at)wbg-erfurt.de vom 23. bis 25.04.2018 jeweils in der Zeit von 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr für diese Führungen an.

Ort:
Der Treffpunkt ist am Haupteingang des Schauspielhauses (Klostergang 4, 99084 Erfurt), am Samstag, den 5. Mai 2018 um 15.00 Uhr und Reservetermin um 17.00 Uhr.
Um eine Spende wird gebeten.